
Die Ruine liegt auf dem weithin sichtbaren 272 Meter hohen Basaltkegel am unteren Ahrtal. Der Berg hieß früher Gimmiger Berg und wird heute nach der ehemaligen Burg selber Landskron genannt. Die Landskron gehört zur Gemarkung Lohrsdorf. Der Gipel ist ein Naturschutzgebiet. Die Burgruine gehört Sebastian Graf von Kanitz auf Schloss Cappenberg bei Lünen. In Nassau an der Lahn befindet sich die Verwaltung des Grafen. Die Fläche wurde von der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler gepachtet und diese sorgt auch für Ordnung und Pflege. Um die Kapelle auf der Westseite des Berges, sowie um das alljährliche Brezelfest kümmern sich die Heppinger Vereine.

Zur Geschichte der Burganlage

Die Kapelle
Etwas unterhalb der Spitze der Landskron gibt es ein anderes Bauwerk, die Kapelle, die mit ihrem weit sichtbaren, weißen Gemäuer nach Westen ausgerichtet ist. An dieser Stelle wird es schon in der Antike eine heidnische Kulturstätte gegeben haben. Worauf auch die Sage der drei Jungfrauen hindeutet. Ein Burgherr der Landskrone ließ die Kapelle aufgrund einer wunderbaren Rettung seiner drei Töchtern vor Raubrittern dort errichten. 1212 stellte König Otto V. der als "Cluse" bezeichneten Kapelle einen Schutzbrief aus. Sie wird auch "Drei Jungfern", "Fünf Jungfern" und "Marienkapelle" genannt.
Die Kapelle unterstand immer der Pfarrei Heimersheim. Heute jedoch kümmern sich die Heppinger um das Bauwerk und sorgen für ihren Erhalt. Die Burg selbst verfügte über mehrere eigene Kapellen innerhalb der Burganlage.

Grundriss der Burg
Die hier zu sehende Rekonstruktion stellt die Gebäude dar, die sich nach dem Grundriss, zeitgenössischen Darstellung und den Quellen eindeutig zuordnen lassen. Einige in den Quellen genannte Gebäude fehlen noch. So muss man sich den Bereich der Unterburg im 17. Jh. vollständig bebaut vorstellen.

Das Gasthaus Möhren (1910 bis 1949)
Seit 1906 betrieb Henrich Möhren eine kleine Straußenwirtschaft auf dem Berg. Anfangs in einer Hütte, dann in einem Burgkeller bis er 1910 die Baugenehmigung für das Gasthaus erhielt. Während dieser Zeit fanden ausgedehnte Ausgrabungen innerhalb der Ruine statt, die Anfangs auch von dem Wissenschaftler Heinrich v. Behr begleitet wurden. Aus seiner Veröffentlichung von 1912 stammt auch der hier verwendete Grundriss der Burganlage. In den folgenden Jahren wurde das Gasthauszu einem beliebten Ausflugslokal. 1945 musste Heinrich Möhren sein Gasthaus verlassen.
Einige Zeit stand das durch Kriegseinwirkung beschädigte Haus leer, bis 1947 die Familie Heydmann aus Köln das Gasthaus für Wohnzwecke nutzte. 1949 wurde das Gebäude durch einen Brand völlig zerstört.
Das Foto zeigt das Gasthaus Möhren in einer Luftaufnahme von 1929. Das Gebäude wurde auf den Grundmauern eines ausgegraben Wohnturms errichtet.