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Kleidung der Frau
In der Romanik war die Kleidung der Frau bis ins 11. Jahrhundert nicht sehr körperbetont. Sie trug ein leinenes, fußlanges Untergewand mit langen Ärmeln. Darüber wurde ebenfalls ein knöchellanges Obergewand mit weiten, kurzen oder spitz endenden Ärmeln angezogen. Ab dem 11. Jahrhundert wurde das Obergewand wesentlich körperbetonter, vermutlich über der Taille geschnürt. Das Unterkleid wurde stärker durch Keile geweitet und bodenlang verlängert. Ab dem 12. Jahrhundert traten bei höheren Ständen verstärkt Tütenärmel und Scheinärmel auf. Auch die Frau trug über dem Obergewand einen mantelartigen Umhang, den sie über der Brust schloss. Als Kopfbedeckung trugen verheiratete Frauen das Gebende (oder Gebände), eine drei bis sechs Zentimeter breite Leinenbinde, die die Wange und das Kinn bedeckte. Darauf setzte man kleine flache Hauben, das Schapel oder Schleier. Adlige Frauen trugen meist reich verzierte Kopfreifen. Die Schuhe der Frauen waren spitz und aus weichem Leder. Sie reichten bis zum Knöchel und waren oft verziert. Die Haare hatte man immer noch gerne blondiert, wie es schon im alten Rom üblich war. Es wurde glatt oder geflochten getragen, später dann gelockt und aufgelöst. Als Schmuck dienten der adeligen Frau Armreifen, Diademe. Hals- und Ohrringe aus Gold und Silber, die mit Edelsteinen besetzt waren. Die höfische Sitte gebot es, Handschuhe aus Seide oder Wollenstoff zu tragen.
Quelle: Wikipedia
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